Mittwoch, 18.10.2017 01:56 Uhr

228 Weltpremieren - 67. IAA ging zu Ende

Verantwortlicher Autor: Dennis Deis Frankfurt/Main, 27.09.2017, 10:47 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Auto und Motorsport +++ Bericht 3605x gelesen

Frankfurt/Main [ENA] Mit rund 810.000 Gästen etwas weniger Besucher als zum letzten Branchentreffen im Jahr 2015, dafür 363 Neuheiten, darunter 228 Weltpremieren - somit zwei neue Rekorde für Deutschlands besucherstärkste Messe - die Internationale Automobilausstellung, kurz IAA, in Frankfurt am Main. Diesmal im Zeichen von alternativen Antriebsarten und Digitalisierung - ganz unter dem Motto "Zunkunft erleben".

Die durch Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den beiden der Fachpresse vorbehaltenen Tagen am 14. September eröffnete Messe stand, getreu dem Leitspruch der diesjährigen IAA ganz im Zeichen der zukünftigen Mobilität. Und so konnten sich die Fachbesucher an den beiden folgenden Tagen ein Bild der Zukunft machen, bevor sich die Messetore Samstags dem breiten Publikum öffneten - und sich, am darauffolgenden Sonntag nach insgesamt dreizehn Tagen, für nahezu zwei Jahre wieder schlossen.

Die Messestände der großen Hersteller beeindrucken unter dem Motto "Klotzen statt Kleckern"

Die Messehallen waren zur diesjährigen 67. IAA PKW laut dem veranstaltenden Verband der Automobilindustrie (VDA) mit rund eintausend Ausstellern aus 39 Ländern - 41 Prozent (+1 Prozent) der Aussteller kamen aus dem Ausland - belegt. Über 400 der Aussteller waren Zulieferer der Automobilindustrie. Das Ausmaß der gesamten Ausstellungsfläche erstreckte sich über etwa 200.000 Quadratmeter. Gute Chancen also, dass die im Bau befindliche Halle 12 der Frankfurter Messe zur nächsten IAA auch voll belegt werden kann.

Zukunft erleben - unter diesem Motto stand die diesjährige Leistungsschau der Automobilindustrie. Und so wurde die Messe durch Digitalisierung und Elektromobilität geprägt. Allein die deutschen Hersteller haben laut VDA auf der IAA eine Offensive für emissionsfreie und klimaneutrale Autos mit über 150 E-Modellen für die kommenden Jahre gestartet. Damit war garantiert, dass sich unter den mit großen Shows präsentierten Neuheiten viele zukunftsträchtige Visionen mit alternativen Antrieben befinden. Teilweise sogar ganz ohne Lenkrad - wie beim Concept Car Audi Aicon. Ein Blick ins Jahr 2030 ist schon lange nicht mehr Science Fiction Filmen aus Hollywood vorbehalten. Die Zukunft ist greifbar nahe.

Weltpremiere des neuen Ferrari Portofino

Neben den schadstoffarmen mehr oder weniger futuristischen Mobilen der nächsten Generation errang allerdings auch wieder eine Spezies Aufmerksamkeit, die wohl niemals aussterben wird: Die Supersportwagen. Aber auch hier geht es mit leisstungsstarkem umweltfreundlichen Hybridantrieb flott voran, wie Mercedes mit dem AMG Project One bewiesen hat. Mehr als 1000 PS, in weniger als elf Sekunden auf 300 km/h. Formel 1 für die Straße. Da dürfen italienische Schönheiten natürlich nicht fehlen - und so zeigten auch Lamborghini mit dem Aventador Roadster S oder Ferrari mit dem brandneuen Portofino, was sie zu bieten haben. Letzterer als wahlweise offener Zweisitzer mit V8 Turbomotor und 600 springenden Pferdchen für genüssliche Ausfahrten.

Neben den Publikumslieblingen gab es jedoch auch ganz alltägliche Neuheiten zu bestaunen. Ob Opel Crossland X, VW T-Roc oder Skoda Karoq, um nur die bekanntesten Marken zu nennen. Midsize SUV´s liegen voll im Trend. Und vor den ganz dicken Brummern à la Porsche Cayenne oder Audi Q7 brauchen sich die neuen kleinen Flitzer mit erhöhter Sitzposition nicht zu verstecken. Bei den "Brot und Butter" Autos sind der Opel Insignia, oder der VW Golf Sportsvan zu erwähnen. In der Klasse der Luxuslimousinen beeindruckte der neu vorgestellte Audi A8.

Ihren Platz in den Messehallen fanden aber auch Kleinwagen wie der neue VW Polo - oder wenn es noch wendiger und sparsamer sein soll vielleicht doch ein E-Bike? Kein Problem, auch solche standen hier und dort zur Schau - einer Schau mit Blick in die Zukunft. Man darf gespannt sein, wie weit diese vorangeschritten ist, wenn im September 2019 die 68. IAA ansteht.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.