Mittwoch, 18.10.2017 02:03 Uhr

WEC: Start-Ziel Sieg für Porsche bei Hitzeschlacht

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Austin (USA), 17.09.2017, 10:29 Uhr
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Austin (USA) [ENA] Porsche feiert auf dem Circuit of The Americas in Austin/Texas einen Doppelsieg im sechsten Lauf der World-Endurance-Championship (WEC). Bei Temperaturen deutlich über 30 Grad Celsius war das Fahrertrio im 919 Hybrid Bernhard/Bamber/Hartley mit #2 siegreich vor den Teamkollegen Jani/Lotterer/Tandy mit #1. Die beiden Toyota belegten nach packendem Kampf die Plätze drei und vier.

Timo Bernhard (DEU), Brendon Hartley und Earl Bamber (beide NZL) haben durch den vierten Sieg in Folge, den nächsten Schritt zum Gewinn des Fahrertitels in der WEC 2017 gemacht. Im Gegensatz zum vergangenen Rennen in Mexiko gab es diesmal einen spannenden Kampf der beiden LMP1-Hersteller. Hatte sich in den Trainings eine erneute Dominanz von Porsche angedeutet, so sah die Welt am Renntag anders aus. Toyota konnte bestens mithalten dadurch begegneten sich beide Werke endlich wieder auf Augenhöhe.

High noon startete das Feld der insgesamt 26 Fahrzeuge bei sengender Hitze. Bereits die erste Runde zeigte sich vor allen Dingen in der LMP-2 Kategorie durch Positionswechsel recht turbulent. Timo Bernhard musste bereits nach der ersten Runde die beiden Toyota an sich vorbei ziehen lassen, während der Teamkollege Neel Jani (CHE) im #1 einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte. Unbeeindruckt machten die Toyota mächtig Druck auf den Schweizer.

"Das war richtig schönes Racing heute und ich bin sicher, dass die nächsten Rennen sehr eng werden", erklärt Rennsieger Brendon Hartley. Die erfolgreiche Crew um den Neuseeländer hatte viel Arbeit vor sich. "Ich bin da von den Toyotas überrascht worden in der ersten Runde. Ich musste offenbar mehr Sprit sparen als die anderen beiden", sagt Bernhard. Sein Porsche verlor in der Folge regelrecht den Anschluss. Während die beiden TS050 von Jani kaum abgeschüttelt werden konnten, hatte Bernhard nach dem ersten Stint fast zehn Sekunden Rückstand. "Ich hing zunächst fest, kam nicht vorbei. Im Verkehr hatte ich dann auch noch Pech, als ich zweimal vier Sekunden verloren habe. So kam es zu dem Rückstand."

Toyota zog unterdessen alle Register und wollte die Chance auf einen Rennsieg mit beiden Händen packen. Die Japaner verzichteten beim ersten Stopp auf einen Reifenwechsel und bugsierten sich damit in Führung. Über zwei Drittel der Renndistanz lag man jederzeit in Reichweite der Porsches. Dieses enge Duell mündete zwischenzeitlich in einen packenden Zweikampf zwischen Andre Lotterer und Jose-Maria Lopez. Im weiteren Verlauf des Rennens konnte Toyota bei zunehmenden Streckentemperaturen das Porsche-Tempo vor allem im Vergleich der Stints auf frischen Reifen nicht ganz halten.

"Wir sind volle Attacke gefahren. Es hat hat leider ein ganz bisschen gefehlt. Aber insgesamt freuen wir uns, dass wir hier überraschend gut mitgehalten haben. Das macht uns zuversichtlich im Hinblick auf das kommende Rennen in Fuji", meint Sebastien Buemi. Der Schweizer Buemi, Kazuki Nakajima (JPN) und Davidson-Ersatzmann Stephane Sarrazin (FRA) kamen 20 Sekunden später ins Ziel. Das Schwesterauto mit Kobayashi/Conway/Lopez hatte 45 Sekunden Rückstand.

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