Freitag, 26.04.2019 18:07 Uhr

art KARLSRUHE als Ort der Inspiration

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Karlsruhe, 07.02.2019, 12:25 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 5628x gelesen

Karlsruhe [ENA] Der Kurator der art KARLSRUHE, Ewald Karl Schrade, hat von Anfang an darauf geachtet, dass das gesamte kunsthistorische Spektrum seit etwa 1900 bis in die jüngste Gegenwart angeboten werden kann. Aussteller mit unterschiedlichsten Programmen wurden berücksichtigt. In einem Interview nimmt er Stellung zum eigenen Profil dieser Messe, die mehrere Standbeine aufweist. Welche Ideen stecken dahinter?

Die art KARLSRUHE braucht eine Identität, so Schrade, die sich aus dem Zusammenwirken aller Beteiligten ergibt, die natürlich auch etwas mit ihrem Ort zu tun hat. Wir wollten uns deutlich von anderen Messen absetzen und haben dabei schon in der Gründungsphase die Idee entwickelt, mit großzügigen Skulpturenplätzen und vielen One Artist Shows sowohl Künstler und Galeristen als eben auch das Publikum zu überzeugen. Beide Angebote, die von den Ausstellern nach wie vor intensiv genutzt werden, dienen einerseits einer umfangreicheren Präsentation einzelner künstlerischer Handschriften, andererseits führen sie dazu, dass die Messehallen nicht überladen wirken, sondern ein schönes Gesamtbild bieten.

Weil die art KARLSRUHE keine kleine Messe ist, sondern in allen vier Hallen stattfindet, muss ich vor allem die Besucher im Visier haben. Sie benötigen Orientierung, um den Parcours stressfrei wahrnehmen zu können. So gilt es, einen kompletten Rundgang möglich zu machen, aber auch die Chance zu geben, als Sammler zunächst gezielt in jene Hallen zu gehen, die das Gesuchte bieten. Wer also hochkarätige Klassische Moderne bevorzugt, steuert die Halle 3 an. Wer sich für Fotografie und/oder Editionen interessiert, darf sich auf die Halle 1 freuen.

Frage: Steckt nicht ein hohes Konflikt-Potential in der Aufgabe, die Galeristen mit ihren Kunstwerken dort unterzubringen, wo sie sich die meiste Beachtung erhoffen? Ewald Karl Schrade: Grundsätzlich richtig. Wer als Teilnehmer investiert und selbst tagelang im Messe-Einsatz ist, will im optimalen Umfeld arbeiten. Im Laufe der Jahre haben sich viele Nachbarschaften und auch Freundschaften zwischen den Galeristen ergeben, so dass wir teils auf vertraute, bewährte Platzierungen setzen dürfen. Freilich auch zum Vorteil der Sammler und der anderen Kunstfreunde, die oft schon beim Zugang zur Messe wissen, wo sie ihre Favoriten finden. Gottlob haben wir in Karlsruhe ein überaus entspanntes Verhältnis zu allen Ausstellern.

So geht es letztlich immer um Argumente, um die beste Lösung für alle und eben die art KARLSRUHE. Es geht dabei niemals nur um hohe Hallen, breite Gänge und hervorragendes Licht, sondern immer auch um die Stimmung, die seitens der Messeleitung verbreitet wird, um den engagierten Service, der in Karlsruhe selbstverständlich ist. Ich denke, der gute Ruf, den wir haben, resultiert auch aus dem achtsamen Umgang miteinander.

Ich freue mich schließlich darauf, dass wir ein derart breit angelegtes Spektrum bieten können, sowohl kunsthistorisch als auch in Bezug auf die Preisgestaltung. Gerade für die Einsteiger unter den Sammlern zeigen wir etwa im Rahmen der GrafikSonderschau, wie man sich behutsam der Kunst nähern kann. Vielleicht ist dieser Marktplatz auch als Museum zu sehen, das kann gut sein. Ganz sicher ist die art KARLSRUHE aber ein Ort der Inspiration, wo sich alle Branchen-Mitglieder, ob Produzenten, Galeristen oder Käufer, anregen lassen dürfen. Weitere Informationen unter: www.art-karlsruhe.de und www.facebook.com/artkarlsruhe (P.S.)

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