Samstag, 23.09.2017 07:27 Uhr

Besuch zu empfehlen Deutsches Marinemuseum

Verantwortlicher Autor: Peter Schlusnus Wilhelmshaven, 06.09.2017, 08:41 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 2995x gelesen
Marinemuseum
Marinemuseum  Bild: Peter Schlusnus

Wilhelmshaven [ENA] Das Deutsche Marinemuseum besticht durch die Kombination eines beeindruckenden Freigeländes mit den Museumsschiffen und einer historischen Ausstellung. Es gibt Aufschluss über die Geschichte der der Deutschen Marine. Die Dauerausstellung gibt die Geschichte wieder, ergänzt durch Sonderausstellungen.

Im Zentrum des Freigeländes stehen die begehbaren Museumsschiffe „Zerstörer Mölders“, „Minenjagdboot Weilheim“ und „Unterseeboot U10“. Die Dauerausstellung nimmt Sie unter den Leitlinien „Menschen – Zeiten – Schiffe“ mit auf eine Zeitreise durch die deutsche Marinegeschichte von 1848 bis heute. Regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen rund um die Geschichte der deutschen Marinen ergänzen das Angebot. Sonderausstellung:Mit Schwert und Talar. Drei Pastoren zwischen Kirche und Marine. Sie untersucht das Verhältnis von Kirche und Militär am Beispiel von drei Geistlichen aus der kriegerischen ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Friedrich Ronneberger, Ludwig Müller und Martin Niemöller.

Propeller U-Boot

Die „Mölders“,134 Meter Länge, 4200 t Verdrängung, 334 Mann Besatzung, 35 Knoten Höchstgeschwindigkeit. Dies sind die beeindruckenden technischen Daten von Deutschlands größtem Museumskriegsschiff, auf dem es vieles zum Alltag und Auftrag der Marine zu entdecken gibt. Holt nieder Flagge und Wimpel!“ Als dieses Kommando am 28. Mai 2003 letztmalig an Bord der „Mölders“ erschallte, ging nicht nur die 34-jährige Dienstzeit dieses Schiffes zu Ende. Es ging auch der vorletzte Zerstörer der deutschen Marinegeschichte außer Dienst, mit der Außerdienststellung der „Lütjens“ im Dezember desselben Jahres endete sie gänzlich. Werner Mölders (* 18. März 1913; † 22. November 1941) war ein Offizier und Jagdflieger der deutschen Luftwaffe.

Als sich die Einsatzräume der Deutschen Marine nach der Wiedervereinigung zunehmend verlagerten, genügte das relativ kleine Boot den Anforderungen der neuen Einsatzräume nicht mehr. So wurde es außer Dienst gestellt und gelangte ins Museum. Obwohl oder vielleicht gerade weil es in dem 495 t schweren Stahlkoloss so beengt zugeht, kann sich kaum ein Besucher der Faszination an Bord entziehen.Solange das Unterseeboot U10 aktiv war, von 1967 bis 1993, lag es in Kiel und später in Eckernförde in der Ostsee. Im Kalten Krieg hätte es mit seiner 22-köpfigen Besatzung diese und die NATO-Nordflanke, also die norwegische Küste, schützen sollen.

Schnellboot „S71 Gepard“ Seit dem 18. Juni 2016 ist das Deutsche Marinemuseum um eine Attraktion reicher. „S71 Gepard“, das Typboot der letzten von der Deutschen Marine genutzten Schnellbootklasse ist nun als Museumsboot zugänglich.Seit 2016 ist die Flotte des Museums um eine Attraktion reicher: das ehemalige Schnellboot „S 71 Gepard“, das Typboot der gleichnamigen Bootsklasse 143A, kann seit dem 18. Juni 2016 besichtigt werden. Wie schon mit der Übernahme des Lenkwaffenzerstörers „Mölders“ vor zehn Jahren wird mit der Übernahme des Schnellbootes „Gepard“ ein Waffensystem musealisiert, das für lange Zeit, in diesem Fall seit dem Jahr 1916, die Geschichte der deutschen Marinen maßgeblich mitprägte.

Veranstaltungen Demnächst: Benefizkonzert des Marinemusikkorps Kiel zu Gunsten des Fördervereins Deutsches Marinemuseum e.V. am 6 Sep 2017 Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung am 9 Sep 2017 Vortrag: Prof. Dr. Thomas Schneider: Ludwig Müller am 11 Sep 2017 Deutsches Marinemuseum Südstrand 125 26382 Wilhelmshaven Tel. 04421 – 40084-0 info@marinemuseum.de

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.