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Do-Days in Friedrichshafen

Verantwortlicher Autor: Andi Schmidt Friedrichshafen (D), 01.09.2015, 00:01 Uhr
Presse-Ressort von: Andi Schmidt Bericht 6321x gelesen
Dornier Do-27 bei den *Do-Days 2015* in Friedrichshafen
Dornier Do-27 bei den *Do-Days 2015* in Friedrichshafen  Bild: Andi Schmidt www.andi-schmidt-aviation.de

Friedrichshafen (D) [ENA] Einmal im Jahr wird aus dem Dornier Museum ein *Fliegendes Museum*. Die Veranstalter hatten am Wochenende vom 8. bis 9. August 2015 viele historische Maschinen zu den *Do-Days* eingeladen. Ein attraktiver Event, begleitet von Tausenden von Zuschauern bei bestem Sommerwetter.

Die *Do-Days* am Flughafen Friedrichshafen am Bodensee haben eine jahrelange Tradition. Während des Jahres ist das Dornier Museum unweit des Terminals des Flughafens allein schon einen Besuch wert. Exponate *Made by Dornier* sind ausgestellt. Der Senkrechtstarter Do 31, das Flugboot Do 24ATT sowie die Muster Do-27, Do-28 und Do-228. Der *Alpha-Jet* ist ebenfalls eine Produktion aus dem Hause Dornier. Jahrelang wurde auch der Hubschrauber von Bell als Lizenzbau unter der Bezeichnung *UH-1D* hergestellt.

Multi-Media-Präsentation im Museum
Modell einer Do-X
Modelle der Dornier Baureihe
Ausstellungsbereich Dornier-Museum
Rundflüge mit Bell-47/ Pilot: Dieter Verbarg
Rundflüge mit AN-2/ Piloten: Paul und Sascha Hoffmann

Dornier - Ein großer Name

Dokumentiert mit vielen Bildern in den Ausstellungsbereichen ist die Zeit des Zeppelin-Luftschiff und dem damals größten Flugboot der Welt, der zwölfmotorigen Do-X. Unbemannte Rotorplattformen aber auch Aktivitäten im Bereich der Luft- und Raumfahrt reichen in die modernere Zeit hinein. Der Familienname *Dornier* ist auf der ganzen Welt bekannt. Ruhm und Ehre ist den Firmengründern zuzuordnen. Oftmals am Rande einer Firmenpleite wurden Neuheiten und Entwicklungen mit enormer Ausdauer und wahren Pioniergeist unbeirrbar vorangetrieben.

Claude Dornier prägte nochmals entscheidend die Firmengeschichte, aber insgesamt wurde es von Generation zu Generation stiller im Bereich und Aktivitäten der Luftfahrt. Streitigkeiten um das Erbe beherrschten viele Jahre das Traditionsunternehmen; führten zu Beteiligungen ausländischer Investoren und der Zerschlagung von zukunftsweisenden Projekten. Viel Geld wurde verbrannt. Tausende von Arbeitsplätzen gingen unwiderruflich verloren. Erhaltene Projekte wie zum Beispiel das Turboprop-Flugzeug Do-228 NG oder der Jet Do-328 bedienen weltweit gesehen nur noch eine kleine Nische.

Dornier Do-27
Do-27 Cockpit
Dornier Do-27
Dornier Do-27
Dornier Do-27
Dornier Do-228

Flugboot-Projekt *Do-24ATT*

Der Enkel von Claude Dornier bringt derzeit wieder seine geerbten *Gene* in Bezug auf die Fliegerei zum Vorschein. Das Flugboot-Projekt *Do-24ATT* ist Iren Dornier zuzuordnen. Ohne seine Anstrengungen wäre das jetzt flugfähige Modell für immer im Museum abgestellt und weiterhin gealtert. Zu den diesjährigen *Do-Days* konnte seine geliebte *Latina* nicht live gezeigt werden. Bei der Wasserung am Wolfgangsee in Österreich wurde das Flugboot vor wenigen Wochen beschädigt. Ein im Wasser treibender Baumstamm war vermutlich der Grund für das faustgroße Loch im vorderen Rumpf der Maschine.

Erheblicher Schaden ist durch den Wassereinbruch an der Elektronik entstanden. Das Wasser stand innerhalb von Minuten auf Hüfthöhe im Cockpit, laut den Ausführungen des Co-Piloten. Auf dem Trocken-Dock in der Nähe von Sankt Wolfgang konnte eine erste Einschätzung erfolgen. Hoffen wir auf eine baldige Reparatur und Wiederaufnahme von Flügen dieses wunderschönen Flugbootes. Das Fehlen der *Do-24ATT* an dem Event-Wochenende war bedauerlich, jedoch zeigte sich eine große Anzahl an noch flugfähigen *Do-27* aus der Produktionsreihe von Dornier.

Oldtimer Typ *Travel Air*
Oldtimer Typ *Stinson*
Warbird Typ *North American P-51D Mustang*
Antonov AN-2
Piper PA-18
Pilatus PC-7 Turbo-Trainer

Perfekte Veranstaltung - Große Vielfalt an Teilnehmern

Eine *Transall* der Bundeswehr konnte von innen besichtigt werden, zudem war ein *Tornado* vor Ort. Rundflüge mit *Antonov-2*, *Boeing-Stearman*, Helikopter *Bell-47* und einigen *Do-27* standen den Besuchern zu fairen Preisen zur Verfügung. Lobenswert war die große Auswahl an Sitzmöglichkeiten und Tischen, dem Angebot an Speisen und Getränken sowie der guten Live-Musik auf einer extra Show-Bühne. An den beiden Wochenendtagen war es mit über 30 Grad sehr heiß. Ein Aufenthalt im Schatten des Museumgebäudes oder innerhalb des klimatisierten Ausstellungsbereiches des Museums sorgte für eine gute Kondition und Ausdauer der Besucher. Für zusätzliche Erfrischung versprühte ein Fahrzeug der Betriebsfeuerwehr regelmäßig feinste Wasserfontänen.

Fazit: Einen besseren Veranstaltungsort für eine Wochenend-Veranstaltung zum Thema *Historische Luftfahrt* gibt es nicht. Die Vorzüge und Ausstattung des Dornier-Museums in Bezug auf Gastronomie, Sanitäranlagen, geräumiger Außenbereich mit Terrasse und Kinderspielplatz lassen sich perfekt in das gesamte Rahmenprogramm einbinden. Selbst ein Aufenthalt von morgens bis in den Abend bietet Abwechslung, gute Unterhaltung und eine angenehme Atmosphäre. All diese positiven Eindrücke verlangen nach einer Wiederholung. Ein fester Besuchstermin für das nächste Kalenderjahr ist gesichert und vorgemerkt. Sie möchten mehr über das Dornier-Museum erfahren? http://www.dorniermuseum.de

Cessna 195A
North American T-6G Texan
De Havilland DH-104 Dove
Zeppelin NT im Anflug zur Landung
AN-2 über dem Bodensee
Anflug AN-2/ Flughafen Friedrichshafen
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