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Der Aufstieg des Bösen.

Verantwortlicher Autor: Rolf Fischer Berlin, 27.09.2017, 10:47 Uhr
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Mahnmal
Mahnmal  Bild: Frei Pixabay

Berlin [ENA] Deutschland hat gewählt und die AfD zieht mit knapp 13 Prozent in den Bundestag ein. Es heißt, dass erstmals seit Zweiundsiebzig Jahren wieder Nazis in den Reichstag einziehen werden. Viele Politiker und Bürger ziehen Parallelen zwischen der AfD und der NSDAP. Der Aufstieg des Bösen hat begonnen.

Das Entsetzen ist bei den etablierten Parteien groß, denn sie befürchten den "Aufstieg des Bösen." Der Film mit dem gleichnamigen Titel beschreibt den Werdegang Adolf Hitlers von seiner Kindheit bis hin zur Machtergreifung 1933. Und so wird befürchtet, dass auch die AfD den Weg der NSDAP beschreiten wird. Doch hier wird nur der Teufel an die Wand gemalt, denn Deutschland ist eine gefestigte und stabile Demokratie.

Stimmen für die Rechten.

Dass die AfD so viele Stimmen auf sich vereinigen kann, hat die Politiker der etablierten Parteien entsetzt. Die bisherigen Regierungsparteien müssen sich aber schon den Vorwurf gefallen lassen, daran mitschuldig zu sein. Viele der AfD Wähler haben das Gefühl, es bewegt sich in der Politik nichts mehr, jedenfalls nicht mehr für den kleinen Mann auf der Straße. Steigende Kinderarmut und Altersarmut sind nicht mehr nur gefühlt, sondern Fakten. Keine oder kaum Investitionen in die Bildung runden das Bild ab. Es scheint, dass gute Schulen nur noch für Gutsituierte möglich sind. Mit Sicherheit spielt auch die Flüchtlingspolitik eine Rolle.

Große Politik.

Die Politik kümmert sich nur noch um die Welt. Das bestätigt auch die Bundeskanzlerin in der Berliner Runde. Sie beschwört, dass Deutschland eine stabile Regierung braucht, weil es in der Weltpolitik zurzeit recht turbulent zugeht. Der Arbeitnehmer, die Mutter, der Vater, der Rentner sorgt sich in erster Linie für die normalen Dinge des täglichen Lebens. Die Menschen fragen sich, reicht mein Lohn zum Leben, kann ich noch meine Miete bezahlen, kann ich meinen Kindern eine gute Bildung ermöglichen, wie lebe ich im Alter? Was in China, in Russland, in Nordkorea und den USA vorgeht ist eher zweitrangig.

Politik muss sich ändern.

Die Altparteien sind sich einig, dass sie die AfD bekämpfen werden, sie dulden keine Nazis und Rassisten im Bundestag. Im Moment erwecken sie den Eindruck, dass sie vergessen haben, wie mit einem politischen Gegner in einer Demokratie umgegangen wird. Viele AfD Wähler sind keine Dummköpfe oder rechtsextrem. Viele haben auch aus Enttäuschung gewählt. Diese Menschen wieder zurück zu holen ist eigentlich ganz einfach. Die Regierung muss endlich wieder die Sorgen der Menschen ernst nehmen und Politik wieder für die kleine Frau und den kleinen Mann machen.

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