Mittwoch, 21.08.2019 06:42 Uhr

Immer mehr Jugendliche im digitalen Zeitstress

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 10.02.2019, 22:35 Uhr
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Wien [ENA] Eigenartig,! Das Internet greift immer tiefer in alle Bereiche des öffentlichen Lebens ein, nicht nur in Familie, Schule oder Arbeitswelt, sondern auch tief in das Bewusste und Unbewusste. Weder Kinder noch Jugendliche sind ausgespart von dieser Faszination der Verfügbarkeit von Information, Kommunikation oder Bildern, die alle Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz, real und doch nicht real, widerspiegeln.

In diesen schier unendlichen Möglichkeiten kann man sich schon verlieren, verlaufen, auf Abwege geraten oder auch verführerischen Reizen verfallen. Besonders Kinder und Jugendliche sind einerseits durch das Internet verführbar, andererseits aber auch Objekte der Verhaltensforschung, die sie retten, beraten und tief in die Geheimnisse ihrer kindlichen Psyche eindringen wollen, wo sich die Sucht nach medialer Selbstdarstellung oft im Graubereich von Erlaubten und Unerlaubten bewegt. Darum geht es irgendwie anlässlich des 16. Internationalen Safer Internet Day am 05. Februar 2019 und einer aktuellen Studie zum Thema "Jugendliche im digitalen Zeitstress".

Im Rahmen der Initiative Saferinternet.at beauftragten das Institut für angewandte Telekommunikation und die ISPA das Institut für Jugendkulturforschung mit dieser Studie. Bei einer Online-Umfrage wurden 400 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren befragt und mehr als ein Drittel gab zu, dass ihnen das Handy und andere digitale Geräte manchmal zu viel werden. Immerhin 59 Prozent fühlen sich genervt, dass ihre Freunde, Eltern oder sie selbst zu viel auf ihr Handy schauen. Gruppen in sozialen Netzwerken, in denen manchmal Hunderte Nachrichten täglich ausgetauscht werden, verstärken diesen Stress. Die Studie zeigt ausserdem, dass zwei Drittel spätestens fünf Minuten nach dem Aufwachen das erste Mal auf ihr Handy schauen.

Es ist nicht verwunderlich, dass vor allem unter den älteren Jugendlichen mittlerweile 28 Prozent der Befragten schon einmal eine "digitale Diät" gemacht haben. Aber der Umgang mit digitalen Zeitstress will gelernt sein. Deshalb unterstützt Saferinternet.at Eltern, Schulen und Jugendliche mit Tipps und Empfehlungen für den Familienalltag, Workshops, Unterrichtsmaterialien oder Videoratgeber für Eltern. Aber auch immer mehr Apps und Hersteller von Betriebssystemen bieten mittlerweile Hilfestellungen für einen maßvollen Einsatz digitaler Geräte an. Im gesamten Februar 2019 gibt es zahlreiche Projekte zum Thema Internetsicherheit und schon 160 Schulen und andere Einrichtungen partizipieren daran den "Moloch" Internet zu zähmen.

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