Donnerstag, 19.10.2017 16:19 Uhr

Ein Debakel für den thüringischen Fußball-Klub

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 30.07.2017, 19:34 Uhr
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Match-Winner Phillip Türpitz (FCM).
Match-Winner Phillip Türpitz (FCM).  Bild: 1. FC Magdeburg

Magdeburg [ENA] Ein befreiendes Aufatmen der Erleichterung durchzog die Spieler, Trainer und Fans des 1. FC Magdeburg in der eigenen MDCC-Arena. Nach ihrer Niederlage im schwäbischen Großaspach vor einer Woche mit 1:4 machten sie gegen den thüringischen Landeshauptstadt-Klub fast alles besser.

Mit ihrem zumeist überzeugenden 3:0-Sieg katapultierten sie sich auf den 8. Tabellenplatz von "20 Mitbewerbern". Der Neuzugang, der Match-Winner Phillip Türpitz , schoss 2 Tore für die Blau-Weißen und sorgte auch zusätzlich für viel Angriffs- Wirbel. " Nach der treffenden Analyse durch unseren Trainer, Jens Härtel, war ich innerlich fest entschlossen, mich mit allem spielerischen Können ins Spiel einzubringen", erklärte der Angriffs- "Motor". Der Trainer der Erfurter war hinsichtlich seiner Mannschafts- Strukturierung vor dem Spiel nicht zu beneiden.

Eine Vielzahl an Verletzten bei Erfurt

Eine Vielzahl an Verletzten: Mit Theodor Bergmann, Andre Laurito, Jens Möckel, Lindon Vocaj, Tugau Uzan (bei Erfurt). Dazu kam noch der entscheidende Erfurter Goalgetter Carsten Kammlott. Er klagte kurz vor dem Spiel über Nackenprobleme. Dafür kam mit Rüdiger Morten ein Ersatz, und für Möckel spielte Daniel Brückner. Der Magdeburger Coach vollzog einen Glücksgriff, in dem er Türpitz und Felix Schiller in die Start-Elf beförderte.

Ein Traumstart für die Einheimischen

Die Elbestädter erwischten einen Traumstart. Nach druckvollem Angriffsspiel erwischte der FCM-Mittelfeldakteur weit außen auf der linken Außenbahn den Ball. Mit einer Drehung wirbelte er den Ball in das Gästetor zum 1:0. Das war eine bravouröse Leistung , aus diesem spitzen Winkel und aus 75 Metern Entfernung zu treffen. Danach spielten die Hausherren weiter überlegen. Sie dominierten mit gutem Pressing, vielen befreienden Doppelpässen. Der Ball durchwanderte zumeist – vom Torwart Jan Glinker beginnend - flach die eigenen Reihen.

Die Erfurter blieben blass in der ersten Halbzeit

Der Ex-Magdeburger in Erfurts Diensten Ahmed Razeek im Angriff war nur ein Schatten seiner selbst. So verwunderte es nicht, dass der äußerst agile Türpitz in kurzer Folge mit harten und präzisen Schüssen zunächst aus 25 Metern Entfernung in der 27 Minute das 2:0 schoss und gleich anderthalb Minuten später – nach Abgabe von seinem Klubkameraden Andreas Ludwig – von der Strafraumgrenze zum 3:0-einkannonierte. Auffällig war bei dem Gastgeber, dass die Formation stets beim Vorwärtsgang auseinander gezogen wurde.

Die Gäste blieben in der Offensive ideenlos

Dadurch entstanden in der Mitte die Lücken, die die beiden spritzigen Sturmspitzen (Christian Beck) ausnutzen konnten. Sehr oft preschte auch der Torschütze mit in die Spitzenpositionen ein. Doch in der 44. Minute konnte er seine weitere Einschuss-Chance nicht verwerten. Auch nach dem Wechsel zeigten sich die Erfurter sowohl in der Defensive als auch in der Offensive ideenlos. So holte Christoph Menz den FCM-Torschützen Türpitz in der 61. Minute unfähr von den Beinen. Das Gelb-Rot für den Erfurter war für seine Mannschaft eine bittere Pille. Danach kam die Zeit der Wechsel auf beiden Seiten. Die Gastgeber besaßen (in der 78. Minute) durch Björn Rother und Felix Schiller noch weitere brisante Tor-Chancen bis zum Schluß.

Trainerstimmen:

Steffan Krämer (Erfurt): "Das Spiel war eigentlich schon nach 3 Minuten entschieden. Ich wußte: Wir haben in Magdeburg nur eine Chance, wenn wir gleich gut ins Spiel kommen. Obwohl wir es nach dem Rückstand eigentlich ganz gut gemacht haben,bekommen wir in dieser Phase den 2. und 3. Gegentreffer. Nach der Pause ging es einfach darum, sich hier nicht abschlachten zu lassen. Das hat die Mannschaft recht gut gemacht."

Jens Härtel (Magdeburg): "Das frühe Tor hat uns natürlich geholfen, um Dampf aus dem Kessel zu nehmen. Dann haben wir auch relativ zeitig das 2. und 3. Tor nachgelegt, und der Ball lief gut. Ich drücke Erfurt für die weitere Saison die Daumen."

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