Sonntag, 17.12.2017 16:32 Uhr

J. S. Bach und die Fecht-Weltmeisterschaft

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Leipzig, 28.07.2017, 18:45 Uhr
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Bild Archiv.  Bild: Fecht-Weltmeisterschaft 2017

Leipzig [ENA] Auf die Weltmeisterschaft im Fechten in Leipzig wirkte Johann Sebastian Bach als imaginärer Schirmherr und Pate. Das Musik-Genie, Johann Sebastian Bach, hat im 18. Jahrhundert wie kein anderer die Musikszene in Leipzig und darüber hinaus geprägt. Er war zu Lebzeiten...

...das Idol für das musikalische Schaffen. Aber auch er und andere Musiker in seiner Zeit wie, Mendelssohn Bartholdy, Richard Wagner und Schumann "schrieben" in Leipzig Musikgeschichte. Bach gehörte zu den größten Komponisten seiner Zeit. Von 1723 bis 1750 war er der Thomas-Kantor der Messestadt. Und dieses "Erb-Gebilde" – der Thomaner-Chor –, die Musik- und Chormitglieder des Gewandhaus-Orchesters unter Leitung des Thomas-Kantors Gotthold Schwarz inszenierten den feierlichen Eröffnungsrahmen für diese Weltmeisterschaft. Was haben die Fecht-Weltmeisterschaften mit Johann Sebastian Bach zu tun? Der Überlieferung nach soll Bach einen aufdringlichen Fagott-Spieler mit der Degenklinge in die Flucht geschlagen haben.

Die Eröffnungsfeier wurde mit einer Kantate Bachs begonnen

Die Eröffnungsfeier dieser Fecht-Weltmeisterschaft wurde mit einer Kantate dieses gewaltigen Meisterkomponisten begonnen (am 21.07.2017). Diese Zeremonie gestaltete sich zu einer effektvollen Symbiose aus Leistungssport und niveauvoller Musik. An 7 Tagen liefen dann die Weltmeisterschaft ab dem 19.07.2017 zum 2. Mal auf dem Centre Court (erstmalig im Jahre 2005) in Leipzigs Arena ab.

1000 Sportler und Offizielle aus 118 Nationen

Es traten dabei 1000 Sportler und Offizielle aus 118 Nationen in der Stadt an. Darunter befanden sich Olympia-Sieger und alte und neu gekürte Weltmeister. Die deutschen Fechter mit den traditionellen Waffen Degen, Florett und Säbel erlebten in der Gesamtbilanz ein kleines Waterloo . Nur eine Medaille , die Bronzene, erreichte der Degen-Fechter Richard Schmidt vom FC Offenbach. Dazu konstatierten einige Trainer ohne sachliche und große Emotionalität : "Deutschland musste diesmal Lehrgeld bezahlen."

Die Deutschen erlebten ein kleines Waterloo

Oftmals fehlte der letzte Biss, um den Gegner noch in der Endphase des Kampfes zu bezwingen. So schieden u.a. zum Abschluß der Team-Wettbewerbe die Degen-Frauen und die Florett-Frauen jeweils im Viertel-Finale aus. Die deutschen Männer unterlagen dem Europa-Meister Frankreich mit 31:45. Überhaupt hinterließen die Fechter aus Frankreich hinsichtlich ihrer errungenen Medaillen und des technischen Niveaus einen nachhaltigen Eindruck.

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Der deutsche Europameister Max Hartmut enttäuschte

So hinterließ auch das Resultat des deutschen Säbel-Herren-Teams etliche Fragen. Max Hartmut der Europameister in dieser Mannschaft attackierte mit dem Fuß die Bande, als er und sein Team mit 44:45 Treffern eine so hauchdünne Niederlage hinnehmen musste. Das war besonders bitter: Er verfügte als letzter Fechter seines Quartetts einen Vorsprung von 40:27 Treffern. Doch der aus Dormagen stammende, ansonsten nervenstarke Fechter, erlebte ein Debakel. 18 Mal hatte der Gegner getroffen. Am Ende fehlte ein Treffer, und so blieb nur der 9. Platz. Doch optimistisch schätzte Sportdirektor Sven Ressel ein: " Das kann sich keiner in solchem Kampf leisten. Das Team wird wieder aufstehen."

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