Sonntag, 17.12.2017 05:18 Uhr

AB/HG - Wenn die Pleitegeier kreisen

Verantwortlicher Autor: Florian Karl Wien, 19.09.2017, 10:48 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 5557x gelesen

Wien [ENA] Die bekannte Fluglinie Air Berlin hat vor wenigen Wochen Insolvenz anmelden müssen. Was dies für die Luftfahrtindustrie sowie für die Passagiere und gekoppelte Unternehmen bedeutet erfahren sie hier. Wir haben zu diesem Zweck, einen Piloten des Tochterunternehmens Fly Niki sowie ein ansässiges Reisebüro befragt. Bei der gesamten AB/HG Belegschaft herrscht angespannte Stimmung.

Vorerst konnte der Flugbetrieb zum Ende der Sommersaison durch eine gewaltige Finanzspritze, einem sogenannten Übergangskredit in einer Höhe von EURO 150 Millionen, durch den deutschen Bundesstaat gerade noch gewährleistet werden. Nach Insolvenzrecht wäre die Fluglinie allerdings dazu verpflichtet gewesen, nach Einreichung des Insolvenzantrages den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen.

Teilnehmer des beliebten Meilenprogramm „Topbonus“ wurden bereits Anfang September darüber informiert, dass ihre Meilen nicht mehr einlösbar sind. Auch das Reisebüro berichtet, dass zur Zeit keine Buchungen auf AB Flügen erfolgen können. Für die Air Berlin Tochter Niki mit ihren rund 850 Beschäftigten gibt es zur Zeit keine Insolvenzpläne. Im Jahr 2016 wurde bereits mit Air Berlin vereinbart, die Tochter Niki an Etihad zu verkaufen, der Abschluss des Verkaufes unterliegt jedoch noch vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.

Die arabische Fluggesellschaft mit Sitz in Abu Dhabi hat mit Air Berlin nun endgültig ihre Zuversicht verloren und wird in Zukunft, nach langjährigen Sanierungsversuchen keine weiteren finanziellen Mittel mehr bereitstellen. Was mit der Fluglinie Niki nun weiter passiert ist jedoch noch unklar, Gerüchten zu Folge, wird gemunkelt, dass die Lufthansa großes Interesse an der Billigfluglinie zeigt. Jedoch ist aus kartellrechtlichen Gründen ein gesamt Verkauf an einen Bieter ausgeschlossen.

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