Donnerstag, 19.10.2017 16:22 Uhr

Euro Impfstoff geht in die nächste Runde

Verantwortlicher Autor: Felix Pfitscher Frankfurt/Main, 21.07.2017, 11:17 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 5321x gelesen

Frankfurt/Main [ENA] Also, alles beim alten. EZB-Rat belässt den Leitzins auf Rekordtief. Mario Draghi sagt: der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent. Der oberste Währungshüter und Präsident der Europäischen Zentralbank hat die oberste Autorität in vielen der EU-Staaten. Analysten und viele Anleger sind allerdings enttäuscht. Europas Währungshüter halten bis auf weiteres unverändert den Euro- Kurs.

Ungeachtet drängen der Forderungen einiger Ökonomen nach einem Ende der Geldflut. Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins im Euroraum weiterhin auf dem Rekordtief von null Prozent und entzieht den Geschäftsbanken für das Geldparken weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen. Zudem steckt die Notenbank noch bis mindestens Ende Dezember 2017 monatlich 60 Milliarden Euro in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen. Diesen Kurs bekräftigten die EZB-Ratsmitglieder weiterhin bei ihrer Sitzung am Donnerstag in Frankfurt.

Der EZB-Rat habe einstimmig entschieden, keinerlei Änderungen an dieser Wortregelung vorzunehmen, sagte EZB-Chef. Die Erwartung war eben groß, dass Notenbank-Präsident Mario Draghi zumindest die Andeutung zu einem „Einstieg in den Ausstieg“ aus der ultraleichtlockeren Geldpolitik machen würde. Anfang Juni hatte die EZB erste bereitliegende Hinweise gegeben: Die Wachstumsrisiken für den Euroraum seien "weitgehend ausgeglichen " statt abwärtsgerichtet, erklärte Draghi vor einigen Wochen.

Mit reichlich billigem Geld versucht die EZB seit Jahren, der Konjunktur auf die Spur zu helfen und die Teuerung anzuheizen. Anvisiert wird Preisstabilität bei einer Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent genug entlegen von der Nullmarke . Da die Zeiten einer Inflationsrate von Null zumindest vorbei sind und die Konjunktur im Euroraum wieder besser läuft, wächst der Druck auf die Währungshüter, ihren Anti-Krisen- Euro Strömungskurs zu beenden. Konkrete Schritte erwarten Ökonomen frühestens in der September-Sitzung des EZB-Rates am 7.9.2017.

Dann liegen den Währungshütern die aktuellen Prognosen der Notenbank zur Entwicklung der Konjunktur und der Teuerungsrate im Euroraum vor. Von den andauernden Niedrigzinsphase profitiert heute vor allem Italien und Griechenland. Obwohl die Europäische Zentralbank seit 2015 dauernd italienische Staatsschulden in Milliardenhöhe aufkauft, steigen die Kapitalmarktzinsen seit einiger Zeit an. Es stellt sich hier nur die Frage, hält bzw. wirkt der EZB-Euro-Impfstoff bis "ENDE" 2017.......

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