Sonntag, 24.03.2019 01:37 Uhr

Lufthansa bestellt 40 neue Langstreckenflieger

Verantwortlicher Autor: Lars Kitschke Frankfurt, 13.03.2019, 16:35 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 2276x gelesen
A 350 der Lufthansa
A 350 der Lufthansa  Bild: Lars Kitschke

Frankfurt [ENA] Einen Tag vor der Bilanzpressekonferenz hat die größte europäische Airline eine Order über je 20 Airbus A350-900 und Boeing 787-9 bekannt gegeben. Die Maschinen werden innerhalb des Konzerns ab 2022 ältere vierstrahlige Flugzeuge ersetzen. Zeitgleich kündigte man an sich von sechs A 380 zu trennen.

Lange hatte sich Lufthansa Zeit gelassen mit der Verkündung ihrer neuen Langstreckenstrategie. Schlussendlich bleibt man bei der alten Strategie, sich nicht ausschließlich auf einen Hersteller zu stützen. Der Listenpreis für beide Bestellungen liegt bei rund 12 Mrd. US-Dollar. Wie viel die Lufthansa tatsächlich für die vierzig neuen Flieger bezahlt, darüber schweigen sich alle Beteiligten aus. Doch sind nennenswerte Rabatte bei Orders dieser Größenordnung üblich. Für Lufthansa bedeutet dies der absehbare Ausstieg aus dem Zeitalter der Vierstrahler. Denn mit dem Eintreffen der neuen Maschinen werden die alten Muster Boeing 747 und Airbus A340 aus den Teilflotten des Konzerns verschwinden.

„Mit dem Ersatz viermotoriger Flugzeuge durch neue zweistrahlige Modelle legen wir langfristig und nachhaltig die Basis für unsere Zukunft. Für unsere Investitionsentscheidung war neben der Wirtschaftlichkeit der A350 und der B787 auch der deutlich geringere CO2-Ausstoß dieser neuen Generation von Langstreckenflugzeugen ausschlaggebend. Unsere Verantwortung für die Umwelt wird als Kriterium für unsere Entscheidungen immer wichtiger“ sagt Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG. Die Entscheidung, bei welcher Airline und an welchem Flughafen die bestellten Flugzeuge zum Einsatz kommen, wird zu einem späteren Zeitpunkt gefällt.

Zeitgleich wurde bekannt gegeben, dass auch sechs der 14 Airbus A380 im Jahr 2022 verkauft werden. Diese gehen zurück an den Hersteller. Die Aussage, das die Maschine aus wirtschaftlichen Gründen veräußert werden, lässt jedoch erkennen, das Lufthansa ebenfalls in der Zukunft auf kleinere und flexiblere Maschinen setzt. Bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts möchte man die gesamte Langstreckenflotte im Konzern modernisiert haben. Ein ehrgeiziger Plan angesichts von derzeit 199 Fliegern in diesem Bereich. Neben dem Umweltgedanken zählt natürlich auch das wirtschaftliche Kalkül. Bis zu 500.000 Tonnen an Kraftstoffersparnis kalkuliert man beim Kranich durch die Modernisierung.

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